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Historie

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Aus einem Prospekt um 1900.

Die bescheidenen Anfänge

1874–1896

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Nicolaus Christoph Robbe
* 1843, † 1916

Nicolaus Christoph Robbe, Ururgroßvater des heutigen Inhabers, gründete 1874 die Flensburger Silbermanufaktur. In seiner kleinen Werkstatt fertigte er – allein unterstützt von seiner Frau Luise – silberne Bestecke und Tafelgeräte nach den Entwürfen und im Auftrage der Juweliere des Flensburger Raumes. Anspruchslosigkeit und handwerkliches Können zeichneten ihn aus.

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Meister und Gesellen 1906. Links: Robert Berking, rechts: Nicolaus Christoph Robbe.

Dynamik und Aufschwung

1896–1925

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Robert Berking
* 1872, † 1908

Die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts waren durch einen konjunkturellen Aufschwung geprägt. 1897 wurde ein sehr begabter Geselle eingestellt: Robert Berking stammte aus angesehenem Braunschweiger Bürgerhaus und hatte in seiner Heimatstadt das Silberschmiedehandwerk erlernt und seine Meisterprüfung gemacht. Er verliebte sich in Henriette Robbe, die Tochter seines Meisters, heiratete sie und beteiligte sich zu 50 Prozent an der kleinen Firma. Mit ihm begann die erste starke Wachstumsphase des Unternehmens. Der junge und hochbegabte Silberschmiedemeister baute in den kurzen 12 Jahren, die ihm bis zu seinem frühen Unfalltod blieben, die Werkstatt aus, entwickelte ein eigenes Bestecksortiment und errichtete das erste eigene Firmengebäude in der Flensburger Sophienstrasse. Es gelang ihm, das bis dahin auf den Flensburger Raum beschränkte Absatzgebiet im Norden bis zur Königsau (heute Dänemark) und im Süden bis an die Stadtgrenze Hamburgs auszudehnen. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs rasch: 1907 arbeiteten bereits zwölf Gesellen in der Werkstatt.

Mit nur 35 Jahren starb Robert Berking 1908 bei einem Badeunfall. Da seine vier Kinder noch zu klein waren, übernahm die junge Witwe, Henriette Berking, das Geschäft, unterstützt von ihrem Vater Nicolaus Christoph Robbe und ihrem Bruder Arnold Robbe. 

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Der Fabrikneubau 1956.

Drei Jahrzehnte der Bewahrung

1925–1958

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Theodor Berking
* 1899, † 1964

Der älteste Sohn Theodor Berking übernahm 1925 die Firmenleitung. Durch sein Wirken wandelte sich die immer noch kleine Werkstatt in den fast 40 Jahren seiner Tätigkeit zu einer im Norden Deutschlands hochangesehenen Silbermanufaktur mit 100 Mitarbeitern. Seine Selbstdisziplin und seine von hohen ethischen Grundsätzen geprägte Berufsauffassung sind bis heute verpflichtendes Vorbild für seine Nachfolger.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Mehrzahl der Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen. Die Nachfrage nach Silberbesteck brach ein, und die Firma hielt sich mit der Herstellung von Kriegsverdienstkreuzen über Wasser.

Trotz schlechter Startbedingungen durch den Verlust von Absatzmärkten in der nun sowjetischen Besatzungszone, profitierte auch Robbe & Berking von den Jahren des Aufschwungs nach der Währungsreform 1949. Die Zahl der Mitarbeiter stieg, so dass man 1956 schließlich ein größeres Fabrikgebäude in der Straße Zur Bleiche bezog. 

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Das Verwaltungsgebäude der Silbermanufaktur 1991.

Der Weg nach oben

1958–1997

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Robert Berking
* 1931

1958 übernahm Robert Berking die Geschäftsführung von seinem Vater. In den vier Jahrzehnten seines Wirkens wandelte sich das Haus von einem nur auf Schleswig Holstein und Ostfriesland beschränkten Regional – Anbieter zu Europas größtem Hersteller silberner Bestecke. Die von ihm entworfene Modellpalette genießt international hohes Ansehen.Sie trug wesentlich dazu bei, dass sich der Umsatz unter seiner Leitung in ungewöhnlichem Ausmaß steigerte. Mit dem Aufbau einer eigenen handwerklichen Fertigung von silbernen Tafelgeräten und Geschenkartikeln wurde aus dem reinen Besteckhersteller eine Silbermanufaktur. Die von Robert Berking entwickelte Firmenstrategie ist bis heute Grundlage für den weiteren Ausbau des weltweiten Absatzgebietes.

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Ausbau der Weltmarktführerschaft

Seit 1997

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Oliver Berking
* 1962

1985 begann Oliver Berking seine Tätigkeit im Familienunternehmen, dessen Leitung er nach 12 Jahren an der Seite seines Vaters 1997 in nunmehr 5. Generation übernahm. Den deutlichen Ausbau der Weltmarktführerschaft verdankt Robbe & Berking bis heute dem Grundsatz des Ururgroßvaters von Oliver Berking: „Andere mögen es billiger machen, aber keiner darf es besser machen als wir.“ Trotz der weit verbreiteten Verlagerung handarbeitsintensiver Arbeitsgänge in Länder mit niedrigem Lohnniveau, baut Oliver Berking das Unternehmen als Manufaktur im wahrsten Sinne des Wortes aus und stellt dadurch sicher, dass alle silbernen und versilberten Arbeiten der Manufaktur ausschließlich in den eigenen Flensburger Werkstätten entstehen.

2008 gründete Oliver Berking die Yachtwerft Robbe & Berking Classics,die ausschließlich aus Holz klassische und zeitlos elegante Yachten baut, mit seinem Schwesterunternehmen Baum & König auch als Yachtmakler tätig ist und seit 2011 das internationale Lifestylemagazin GOOSE verlegt.

2009 eröffnete Robbe & Berking mit dem Edelmetallhandel ein weiteres Geschäftsfeld, das in der Zwischenzeit stark ausgebaut wurde. In inzwischen 10 eigenen Geschäften in Wien, Flensburg, Kiel, Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München werden neben der Kollektion der Silbermanufaktur auch Barren und Münzen aus Gold und Silber verkauft und angekauft. Robbe & Berking wächst weiter und gehört heute zu den erfolgreichsten Luxusmarken Deutschlands.